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Kommission Arzneimittel für Kinder und Jugendliche (KAKJ) setzt sich seit 10 Jahren für sichere Kinderarzneimittel ein

Pressemitteilung Nr. 5/17

Pressemitteilung Nummer 5/17
Ausgabejahr 2017
Datum 06.02.2017

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte setzt sich konsequent dafür ein, die Arzneimittelsituation für Kinder und Jugendliche weiter zu verbessern. Noch immer sind viele Arzneimittel, die in der Pädiatrie angewendet werden, nicht ausreichend an Kindern geprüft und für diese Altersgruppen zugelassen. Mit dem Ziel, einen Beitrag zur Verbesserung der Arzneimittelsicherheit für Kinder und Jugendliche zu leisten, wurde 2006 die Kommission Arzneimittel für Kinder und Jugendliche (KAKJ) im BfArM eingerichtet. Mit Beginn der 5. Berufungsperiode kann sie jetzt auf ihre zehnjährige erfolgreiche Tätigkeit zurückblicken.

„Die Kommission ist ein wichtiges Instrument, um die Interessen der Kinder und Jugendlichen bei Zulassungsentscheidungen zu vertreten“, so der Präsident des BfArM, Prof. Karl Broich. „Gemeinsam werden wir uns auch weiterhin für die sichere und wirksame Arzneimittelversorgung dieser besonders schutzbedürftigen Patientengruppe einsetzen.“

Der KAKJ gehören 16 Expertinnen und Experten aus den Gebieten der Kinder- und Jugendheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Biometrie sowie zwei Patientenvertretende an. Sie wird grundsätzlich bei der Entscheidung über die Zulassung eines Arzneimittels in Deutschland beteiligt, das auch zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen bestimmt ist. Mit ihrer umfassenden pädiatrischen Expertise haben die Expertinnen und Experten das BfArM in mehr als 360 Verfahren und Fragestellungen zur Anwendung von Arzneimitteln bei Kindern und Jugendlichen beraten. Häufig wiederkehrende Aspekte in diesen Verfahren sind zum einen die Beurteilung vorliegender klinischer Daten speziell im pädiatrischen Patientenkollektiv, zum anderen auch die Diskussion über therapeutische Optionen bei Kindern und Jugendlichen bei nicht ausreichender Datenlage.