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Listen der als versorgungsrelevant bzw. mit einem akut erhöhten Versorgungsrisiko eingestuften Wirkstoffe

Die Identifizierung der versorgungsrelevanten Wirkstoffe stellt eine besondere Herausforderung dar. Gründe dafür sind z.B.

  • global oder auch EU-weit verfügbare Arzneimittel,
  • ein regional unterschiedliches Verordnungsverhalten,
  • Unterschiede zwischen der Arzneimittelversorgung in Krankenhäusern und über die Öffentlichen Apotheken.

Liste der versorgungsrelevanten Wirkstoffe (ohne Impfstoffe)

Die Liste der versorgungsrelevanten Wirkstoffe wurde auf der Basis der Vorschläge der medizinischen Fachgesellschaften und der WHO-Liste der essenziellen Arzneimittel zusammengeführt. Die Liste wird regelmäßig im Jour Fixe zu Liefer- und Versorgungsengpässen auf Aktualität geprüft und sofern erforderlich angepasst. Grundsätzliche Voraussetzung für die Versorgungsrelevanz eines Wirkstoffes bzw. einer Wirkstoffkombination ist, dass die Arzneimittel verschreibungspflichtig sind, und dass der Wirkstoff für die Gesamtbevölkerung relevant ist. Daher sind Wirkstoffe zur Behandlung seltener Erkrankungen (mit Orphan Drug Status) grundsätzlich nicht Bestandteil der Liste, sofern nicht der Jour Fixe dieses für einzelne Wirkstoffe empfiehlt. Da Arzneimittel zur Behandlung von seltenen Erkrankungen eine Marktexklusivität von 10 Jahren haben und kein weiteres Arzneimittel für diese seltene Indikation verfügbar ist, führt ein Lieferengpass sofort zu einem Versorgungsnotstand, der in der Regel nicht durch behördliches Einwirken aufgelöst werden kann. Gleichwohl werden von den Bundesoberbehörden auch Lieferengpässe für Wirkstoffe bzw. einer Wirkstoffkombinationen verfolgt, wenn diese nicht Bestandteil der Liste sind.

Stand: 13.03.2018


Liste der Arzneimittel/Wirkstoffe, die aufgrund eines erhöhten Versorgungsrisikos unter besonderer behördlicher Überwachung stehen (ohne Impfstoffe)

Die Liste ist eine Teilmenge der Liste der versorgungsrelevanten Wirkstoffe. Die Liste beinhaltet als versorgungsrelevant eingestufte Wirkstoffe, die einer besonderen behördlichen Beobachtung unterliegen. Eine besondere behördliche Beobachtung ist insbesondere dann erforderlich, wenn für als versorgungsrelevant eingestufte Wirkstoffe entweder nur ein Zulassungsinhaber, oder nur ein endfreigebender Hersteller, oder nur ein Wirkstoffhersteller verfügbar ist.

Stand: 13.03.2018