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Neufassung der Dosierungsempfehlungen der Kommission D für homöopathische Arzneimittel

Vorbemerkung

Nachstehend wird die Neufassung der Dosierungsempfehlungen der Kommission D für homöopathische Arzneimittel veröffentlicht, die auf der 18. Sitzung der Kommission D am 12.06.2002 verabschiedet und auf der 20. Sitzung der Kommission D am 25.06.2003 überarbeitet wurde. Sie wurde gemäß der Bekanntmachung des BfArM „Änderung der Dosierungsempfehlungen der Kommission D für homöopathische Arzneimittel in hohen Verdünnungsgraden (ab D24/C12)“ redaktionell angepasst.

Sie ersetzt die Dosierungsrichtlinie BAnz. Nr.177 vom 21.09.1993.

Die Dosierungsrichtlinie findet Anwendung für die Dosierung bei Erwachsenen, soweit kein präparatespezifisches Erkenntnismaterial vorliegt, das eine Einzelfallentscheidung ermöglicht.

Neufassung der Dosierungsempfehlungen der Kommission D für homöopathische Arzneimittel

(Stand 17.03.2004)

Dosierung von D- und C-Verdünnungsgraden

Urtinktur und niedrige Verdünnungsgrade

(Verdünnungsgrade bis einschließlich D23/C11)


„Soweit nicht anders verordnet:

Bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 6-mal täglich, je ((an die Darreichungsform anpassen: 5 Tropfen oder 1 Tablette oder 5 Streukügelchen oder 1 Messerspitze Verreibung)) einnehmen; parenteral 1-2 ml bis zu 3-mal täglich ((an das jeweilige Präparat anpassen: i.v., i.m. oder s.c.)) injizieren.

Eine über eine Woche hinausgehende Anwendung sollte nur nach Rücksprache mit einem homöopathisch erfahrenen Therapeuten erfolgen.

Bei chronischen Verlaufsformen 1- bis 3-mal täglich je ((an die Darreichungsform anpassen:

5 Tropfen oder 1 Tablette oder 5 Streukügelchen oder 1 Messerspitze Verreibung)) einnehmen; parenteral 1-2 ml täglich ((an das jeweilige Präparat anpassen: i.v., i.m. oder s.c.)) injizieren.

Bei Besserung der Beschwerden ist die Häufigkeit der Anwendung zu reduzieren.“


Hohe Verdünnungsgrade

(Verdünnungsgrade ab D24/C12)

„Soweit nicht anders verordnet:

Die Anwendung erfordert eine individuelle Dosierung durch einen homöopathisch erfahrenen Therapeuten. Im Rahmen der Selbstmedikation sollte daher nur eine Gabe von ((an die Darreichungsform anpassen: 5 Tropfen, 1 Tablette oder 5 Streukügelchen oder 1 Messerspitze Verreibung)) eingenommen werden oder parenteral einmal 1-2 ml ((an das jeweilige Präparat anpassen: i.v., i.m. oder s.c.)) injiziert werden.

Zur Fortsetzung der Therapie wird empfohlen, sich an einen homöopathisch erfahrenen Therapeuten zu wenden.“

Dosierung von LM/Q- Potenzen

Globuli

„Soweit nicht anders verordnet:

1.) 1–2 Kügelchen werden in einer Flasche (10 ml) in Wasser oder 15 Vol. % Ethanol aufgelöst.

2.) Vor jeder Einnahme wird die Flasche 10-mal kräftig geschüttelt.

3.) 1-2 Tropfen werden in einem Glas Wasser (ca. 150 ml) gelöst.

4.) Hiervon wird 1-mal täglich 1 Teelöffel voll eingenommen, der Rest weggeschüttet.

Die Zubereitungsschritte 2-4 sind vor jeder Einnahme zu wiederholen.

Die Einnahme ist auf maximal 10 Tage zu beschränken und sollte nur nach Rücksprache mit einem homöopathisch erfahrenen Therapeuten fortgesetzt werden.

Die alkoholfreie Lösung ist im Kühlschrank aufzubewahren.“

Dilutionen

„Soweit nicht anders verordnet:

Vor jeder Einnahme wird die Flasche 10-mal kräftig geschüttelt.1-2 Tropfen werden in einem Glas Wasser (ca.150 ml) gelöst. Hiervon wird 1-mal täglich 1 Teelöffel voll eingenommen, der Rest weggeschüttet. Diese Zubereitung ist bei jeder Einnahme zu wiederholen. Die Einnahme ist auf maximal 10 Tage zu beschränken und sollte nur nach nach Rücksprache mit einem homöopathisch erfahrenen Therapeuten fortgesetzt werden.“