Navigation und Service

Sie befinden sich im Bereich:Grundstoffe

Grundstoffe

Grundstoffe (Synonyme: Drogenausgangsstoffe, erfasste Stoffe) im Sinne der Verordnungen (EG) Nr. 273/2004 und Nr. 111/2005 sind die in den Kategorien 1 - 3 des Anhangs I der Verordnung (EG) Nr. 273/2004 sowie in den Kategorien 1 - 4 des Anhangs der Verordnung (EG) Nr. 111/2005 aufgeführten Stoffe einschließlich ihrer Salze und Stereoisomere, mit Ausnahme von Cathin, sofern das Bestehen solcher Formen möglich ist.

Grundsätzlich sind Mischungen und Naturprodukte, die derartige Stoffe enthalten, auch Grundstoffe. Davon ausgenommen sind jedoch Mischungen und Naturprodukte, die Grundstoffe enthalten und so zusammengesetzt sind, dass diese nicht einfach verwendet oder leicht und wirtschaftlich herausgezogen oder abgetrennt werden können.

Weiterhin ausgenommen sind Arzneimittel gemäß der Definition der Richtlinien 2001/83/EG und 2001/82/EG, mit Ausnahme der ephedrin- und pseudoephedrinhaltigen Human- und Tierarzneimittel der Kategorie 4 des Anhangs der Verordnung (EG) Nr. 111/2005.

Das BfArM, ist die zuständige Behörde für die Überwachung des Inverkehrbringens von Grundstoffen durch in Deutschland ansässige Wirtschaftsbeteiligte sowie für die Erteilung von Einfuhrgenehmigungen für Stoffe der Kategorie 1 sowie von Ausfuhrgenehmigungen für Stoffe aller vier Stoffkategorien. Diese Aufgabe wird innerhalb des BfArM von der Bundesopiumstelle wahrgenommen.

Änderungen in der Grundstoffüberwachung:

07. Juli 2018

Am 18. Mai 2018 ist im Amtsblatt der Europäischen Union die Delegierte Verordnung (EU) 2018/729 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 273/2004 und der Verordnung (EG) Nr. 111/2005 betreffend die Aufnahme bestimmter Drogenausgangsstoffe in die Liste der erfassten Stoffe veröffentlicht worden. Sie gilt ab dem 7. Juli 2018 unmittelbar in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union.
4-Anilino-N-phenethylpiperidin (ANPP) und N-Phenethy1-4-piperidon (NPP) wurden in die Kategorie 1 des Anhangs der vorgenannten Verordnungen aufgenommen. Damit unterliegen sie ab dem 7. Juli 2018 der Erlaubnis-, Ein- und Ausfuhrgenehmigungspflicht nach den oben genannten Verordnungen.