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Substitutionsregister

Die Bundesopiumstelle im BfArM führt im Auftrag der Bundesländer ein Register mit Daten über das Verschreiben von Substitutionsmitteln (Substitutionsregister). Rechtsgrundlage hierfür ist § 13 Absatz 3 Betäubungsmittelgesetz (BtMG) in Verbindung mit § 5b der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV).

Jeder Arzt, der Substitutionsmittel für einen opioidabhängigen Patienten verschreibt, hat der Bundesopiumstelle im BfArM unverzüglich die vorgeschriebenen Angaben zu melden:

  • den Patientencode,
  • das Datum der ersten Anwendung eines Substitutionsmittels,
  • das verschriebene Substitutionsmittel,
  • das Datum der letzten Anwendung eines Substitutionsmittels,
  • Name und Adresse des verschreibenden Arztes,
  • gegebenenfalls Name und Adresse des suchtmedizinisch qualifizierten Konsiliararztes.

Ferner teilen die Ärztekammern der Bundesopiumstelle mit, welche Ärzte die Mindestanforderungen an eine suchtmedizinische Qualifikation erfüllen.


Zu den Aufgaben des Substitutionsregisters gehören insbesondere:

  • die frühestmögliche Unterbindung von Mehrfachverschreibungen von Substitutionsmitteln durch verschiedene Ärzte für denselben Patienten,
  • die Feststellung der Erfüllung der Mindestanforderungen an eine suchtmedizinische Qualifikation der substituierenden Ärzte,
  • die Übermittlung statistischer Auswertungen an die zuständigen Überwachungsbehörden und obersten Landesgesundheitsbehörden.

Das Substitutionsregister leistet als bundesweites Überwachungsinstrument und Daten-Lieferant auf der Ebene von Bund, Ländern und Kommunen einen wichtigen Beitrag zum Patientenschutz und zur Sicherheit und Kontrolle im Rahmen der Substitutionsbehandlungen.