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Pharmakoepidemiologie

Die Pharmakoepidemiologie wendet Methoden sowie Erkenntnisse aus der Epidemiologie an und überträgt diese auf Fragestellungen zur Arzneimitteltherapiesicherheit. Das Alleinstellungsmerkmal des BfArM ist seine wissenschaftliche Expertise hinsichtlich des bundesweiten Meldesystems unerwünschter Arzneimittelwirkungen. Durch die Verbindung von wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung mit Daten aus der breiten klinischen Anwendung können mögliche Arzneimittelrisiken besser identifiziert, bewertet und abgewehrt werden. Es können so Patientengruppen mit besonderen Risikoprofilen für die Arzneimitteltherapie identifiziert werden, die in Zukunft vermehrte Aufmerksamkeit oder eine individuelle Therapie benötigen.

Mitarbeiter

Simone Bergner, Doktorandin
Karin Holz, Medizinische Dokumentarin

Projekte der Forschungsgruppe Pharmakoepidemiologie

Richard Lux, Simone Bergner, Karin Holz

Projektziele:
Vor Zulassung eines Arzneimittels werden Studien an kleinen, ausgewählten Populationen durchgeführt. Nach Markteinführung müssen der Gebrauch und die Wirkung des Arzneimittels bei großen Bevölkerungsgruppen einschließlich der vulnerablen Gruppen [z.B. (schwangere) Frauen, Kinder, alte Menschen] nachverfolgt werden. Das Ziel des Projektes ist die Erhöhung der Arzneimittel(therapie)sicherheit im Hinblick auf 1) eine genauere Inzidenzbestimmung der unerwünschten Arzneimittelwirkungen, 2) die Entdeckung verzögerter bzw. ungewöhnlicher Medikamenteneffekte, 3) die Evaluierung von Einflüssen einer Komedikation, 4) die Bewertung der Folgen einer Überdosierung sowie 5) den Nachweis einer Über-bzw. Nichtunterlegenheit gegenüber der Standardtherapie.

Methoden:
Interne und externe Datenbanken werden miteinander verknüpft und hinsichtlich der Projektziele ausgewertet. Die mit pharmakoepidemiologischen Methoden gewonnenen Ergebnisse stellen einen Bestandteil der Pharmakovigilanz dar. Sie sollen als Grundlage für evidenzbasierte regulatorische Maßnahmen zur Risikominimierung im Sinne einer Erhöhung der Arzneimittel(therapie)sicherheit verwendet werden.

Referenz:
1. Strom BL, Kimmel SE, Hennessy S (Hrsg) (2012) Pharmacoepidemiology, 5. Aufl. Wiley, Chichester