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Untersuchungen

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Die Studiendaten werden für pharmakogenetische, pharmakoepidemiologische und pharmakoökonomische Analysen verwendet. Entscheidend für die Analysen ist ein verwendbares Ergebnis der pharmakogenetischen Untersuchung des Wangenabstrichs und ein ausgefüllter Fragebogen.

Bild zur Pharmakogenetischen Untersuchung

Pharmakogenetische Analysen

Aufgrund erblicher Faktoren bestehen Unterschiede im Abbau und der Ausscheidung von Arzneimitteln. Varianten von Genen, die an Abbau und Transport von Medikamenten und damit an ihrer Verfügbarkeit und Wirkung im Körper beteiligt sind, bestimmen das Stoffwechselprofil (metabolische Profil) und damit den Stoffwechseltyp von Patientinnen und Patienten. Bei den pharmakogenetischen Analysen wird daher nach einer Qualitätskontrolle der Daten der Stoffwechseltyp der Teilnehmenden in Bezug auf das eingenommene Medikament bestimmt.

Bild Stoffwechseltypen

Pharmakoepidemiologische Analysen

Die Pharmakoepidemiologie untersucht den Gebrauch und die Effekte von Arzneimitteln in definierten Bevölkerungsgruppen. Es werden Zusammenhänge zwischen Arzneimittelanwendung und deren gewünschten, aber auch unerwünschten Wirkungen ausgewertet. Ziel ist es, die Arzneimitteltherapie im Hinblick auf Sicherheit und Wirksamkeit besser beurteilen zu können und besondere Risikokonstellationen beim Einsatz unterschiedlicher Behandlungen zu erkennen. So wird z.B. mit Hilfe von statistischen Verfahren ermittelt, ob bestimmte Arzneimittelanwendungen dazu beitragen, dass eine Modifikation der Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen stattfindet. Damit trägt die Pharmakoepidemiologie zur Arzneimitteltherapiesicherheit bei. Dieser Ansatz kann gleichzeitig als Grundlage für zukünftige gesundheitspolitische Entscheidungen dienen.
In der EMPAR Studie wird der Einfluss unterschiedlicher Stoffwechselprofile auf die Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen, wie z.B. Krankenhauseinweisungen oder der Eintritt in eine Pflegestufe, auf die Krankheitslast und auf die Verschreibung von Arzneimitteln innerhalb der Gesetzlichen Krankenversicherung untersucht. Es soll ermittelt werden, ob der Einsatz der Diagnostik von metabolischen Profilen in der Routineversorgung eine verbesserte stratifizierte Versorgungsempfehlung zur Arzneimitteltherapie ermöglicht.

Pharmakoökonomische Analysen

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW), die durch die Verschreibung eines nicht passenden Medikamentes oder einer falschen Dosierung zustande kommen, verursachen Folgekosten. Aber auch eine standardisierte Durchführung pharmakogenetischer Tests in der Patientenversorgung würde erhebliche Kosten verursachen. Derzeit müssen Patientinnen und Patienten die Ausgaben für pharmakogenetische Untersuchungen selbst übernehmen. Pharmakoökonomische Analysen werden daher zur Abschätzung des Nutzens der pharmakogenetischen Tests in der Gesundheitsversorgung im Verhältnis zu den aufkommenden Kosten durchgeführt. Es soll untersucht werden, ob die Versorgungsqualität der Patientinnen und Patienten durch die Kenntnis des Stoffwechselprofils deutlich zunehmen könnte. Ziel ist es, festzustellen, ob die vorzeitige Durchführung pharmakogenetischer Tests für alle Patientinnen und Patienten oder nur für bestimmte Patientengruppen sinnvoll sein kann.

Bild Prüfung der WirtschaftlichkeitUAW: Unerwünschte Arzneimittelwirkung