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Nitrosamine in Kondomen


Referenz-Nr.: 9233/0604


Das BfArM wurde am 25. Mai 2004 vom Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg gebeten, die Untersuchungsergebnisse des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Stuttgart (CVUA) hinsichtlich des möglichen Risikos durch nitrosaminhaltige Kondome zu bewerten.

Diese Bewertung kann nicht vor einer detaillierten Prüfung aller relevanten Daten und wissenschaftlichen Ergebnisse abgeschlossen werden. Die Kondomhersteller wurden vom BfArM umgehend zu einer Stellungnahme aufgefordert.

Die Frage nach dem Risiko nitrosaminhaltiger Kondome ist nicht neu; dem BfArM liegen hierzu bereits Studien und Bewertungen vor. Bisher weisen keine anderen Studien auf ein unvertretbares erhöhtes Risiko hin.

Nach den derzeitigen Kenntnissen lagen die bekannt gewordenen Nitrosamingehalte um Größenordnungen unter denen, die mit der täglichen Nahrung aufgenommen werden. In der Literatur liegen bisher keine Hinweise vor, die auf von Nitrosaminen aus Kondomen verursachte lokale Carcinome oder Adenome (Zervix, Penis) oder auf eine erhöhte Inzidenz sonstiger bösartiger Erkrankungen unter Kondomanwendung hindeuten.

Ohne einer abschließenden Bewertung vorzugreifen, kann derzeit gesagt werden, dass der Nutzen der Kondome ein mögliches Risiko bei weitem übersteigt. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der in jüngster Zeit wieder steigenden Inzidenzen sexuell übertragbarer Krankheiten zu berücksichtigen.

Um Informationen und Antworten zu den aktuellen Untersuchungsergebnissen und den ermittelten Nitrosamingehalten der einzelnen getesteten Produkte zu erhalten, wenden Sie sich bitte direkt an das CVUA Stuttgart.

(siehe auch: Artikel auf der Homepage des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Stuttgart)