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Sildaristo®: Diebstahl des Arzneimittels der Firma Aristo Pharma GmbH in Berlin bekannt geworden

Datum 12.02.2015
Wirkstoff Sildenafil

Das BfArM ist von der Berliner Überwachungsbehörde (LaGeSo) über folgenden Sachverhalt informiert worden:

„Am 3. Februar 2015 wurde die Aristo Pharma GmbH von Ihrem pharmazeutischen Großhändler esparma GmbH in Sülzetal über einen Einbruch informiert. Entwendet wurde das Produkt Sildaristo® 100 mg Filmtabletten mit der Ch.-B.: 4A30067A / verwendbar bis: 04/2017 und der Ch.-B: 4A30099B / verwendbar bis: 05/2017.

Gegenwärtig gibt es keinen Hinweis, dass die Sicherheit von Arzneimitteln der betroffenen Chargen, die über die legale Vertriebskette bezogen wurden, gefährdet ist. Die Packungen der oben genannten Chargen, die vor dem 02.02.2015 erworben worden sind, sind von diesem Vorfall nicht betroffen.

Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass die o.g. gestohlenen Chargen wieder in die legale Vertriebskette eingebracht werden könnten.

Sollten Packungen der oben genannten Chargen ab dem 03.02.2015 erworben werden, ist zu überprüfen, ob diese von der Aristo Pharma GmbH oder von ihr direkt belieferten Großhändlern stammen. Sollte dies nicht nachweisbar sein, bitten wir, die Packungen unter Quarantäne zu halten und sich umgehend an Ihre zuständige Überwachungsbehörde oder an die Aristo Pharma GmbH, Abt. Qualitätssicherung (Tel.: 030 71094 4200 / Fax: 030 71094 4250) zu wenden.

Es sind keine weiteren Chargen von dem Diebstahl betroffen.“

Apotheker, Ärzte und auch Patienten sollten auf mögliche Manipulationen der genannten Arzneimittel und deren Verpackungen achten, sofern Sie nach dem 2. Februar 2015 erworben worden sind. Ebenso könnten diese Arzneimittel über illegale Vertriebswege angeboten werden. Der Erwerb aus solchen Quellen sollte auf jeden Fall vermieden werden. Manipulierte Arzneimittel sollen vor der Anwendung zurückgegeben und über die Apotheken an die zuständige Landesbehörde gemeldet werden.

Die Zusammenarbeit der deutschen Behörden von Bund und Ländern wird weiter fortgeführt. Neue Erkenntnisse werden auf den Internetseiten von BfArM und PEI veröffentlicht.