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Sicherer Betrieb von Infusionspumpen

Referenz-Nr.:: 1516/04

Dem BfArM liegen einige Vorkommnismeldungen und Informationen aus Kliniken vor, wonach es bei der Netzspannungsversorgung von Infusionspumpen zu Brandschäden gekommen ist. Die Meldungen betrafen Brände oder Verschmorungen, die durch das Einlaufen von Flüssigkeiten in die Gerätesteckvorrichtungen an der Rückseite der Pumpen verursacht wurden.

Weiterhin meldeten Anwender Brände aufgrund des Flüssigkeitseintritts in Y-Kabel. Derartige Kabel besitzen einen Stecker und 2 Buchsen und dienen der Weiterverteilung der Netzspannung an zwei Verbraucher. Ein Einsatz ist für einen flexiblen Stapelaufbau (Kaskadierung) von Infusionsgeräten üblich. Diese Brände wurden durch Einlaufen von Flüssigkeiten in die Steckverbindungen sowie auch in netzspannungsführende offene Buchsen der Kabel verursacht, worauf es zu einem unkontrollierten Stromfluss ohne Auslösung der betreffenden Sicherungen kam.

Das BfArM weist darauf hin, dass beim Netzbetrieb von Infusionspumpen auf einen Schutz vor übermäßiger Feuchtigkeit besonders an den Gerätesteckvorrichtungen zu achten ist. Es wird davon ausgegangen, dass die Forderungen des Abschnitts 44 der derzeit gültigen Norm DIN EN 60601-2-24 eingehalten werden. Es gibt jedoch unterschiedliche konstruktiven Gestaltungen der Gerätesteckvorrichtungen, die einen Flüssigkeitseintritt ggf. begünstigen. Bei der Verwendung von Y-Kabeln sollte ebenfalls auf Trockenheit geachtet werden. Die Hinweise von Herstellern zum Umgang mit den Kabeln sind zu beachten, ggf. sollte deren Einsatz unterbleiben. Die Y-Kabel sollten komplett konnektiert, offene Buchsen vermieden oder geschlossen werden. Der Sicherheitshinweis eines Herstellers informiert die Anwender darüber, dass die Stecker des Kabels immer nach unten zeigen müssen.

Bei etwaigen Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abteilung Medizinprodukte

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

53175 Bonn

Telefon: (0228) 207-5306 (Aktive Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika)

Telefax: (0228) 207-5300

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