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Cialis®: Gefälschte Arzneimittel in Griechenland entdeckt

Datum 10.06.2016
Wirkstoff Tadalafil

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weist auf Fälschungsfälle des aus Griechenland stammenden Potenzmittels Cialis 20 mg Filmtabletten hin. Auffällig geworden waren Packungen mit den Chargennummern C334146 und C543049 auf der äußeren Verpackung und den Chargennummern A05673 und A05668 auf der inneren Verpackung (Haltbarkeitsdatum 01/2017 und 07/2018). Cialis enthält den Wirkstoff Tadalafil und hat die Indikation erektile Dysfunktion. Die Fälschung ist in Griechenland in zwei Apotheken aufgefallen. Bisher gibt es keinen Hinweis darauf, dass diese Fälschung z. B. über den Parallelvertrieb oder über das Internet auch in Deutschland in den Verkehr gebracht wurde.

Das BfArM weist Parallelvertreiber, Apotheker und Anwender darauf hin, die Filmtabletten auf nachfolgend genannte Merkmale zu untersuchen und Verdachtsfälle dem BfArM zu melden. Die Fälschung unterscheidet sich vom Original durch:

  • Die Chargenbezeichnungen der äußeren und inneren Verpackung des Arzneimittels in griechischer Aufmachung stimmen nicht überein.
  • Die Tabletten weichen in Größe und Farbe vom Original ab.
  • Die Filmtabletten enthalten nicht wie vorgesehen den Wirkstoff Tadalafil, sondern den Wirkstoff Sildenafil.

Das BfArM steht in engem Kontakt mit der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und den Landesbehörden, die in Deutschland für die Überwachung des Verkehrs mit Arzneimitteln zuständig sind. Sobald weitere Informationen vorliegen, wird das BfArM unverzüglich darüber informieren.

Das BfArM warnt davor, Arzneimittel aus illegalen Quellen z. B. im Internet zu beziehen, da dies zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann.